Fragen zur Verarbeitung
Häufige Fragen
Geschrieben von: Miriam   

Wie funktioniert das mit der Trennwand?

und:

Tipps für die Stabilisierung des Mundes:

Das Schnittmuster beinhaltet die ursprüngliche Version, die eine Freundin von mir selbst erstellt hat. Ich habe das Schnittmuster für meine Handpuppen als Grundlage hergenommen, habe aber am Kopf einiges abgewandelt und weiterentwickelt, was die Kopfform und die Stabilität des Mundes betrifft. Ich persönlich lasse die Trennwand weg. Die Trennwand ist dafür vorgesehen, dass die Finger beim Spielen nicht nach vorne rutschen können und dann evtl. an der Oberlippenkante einen Abdruck machen. Da ich den Mund aber, zusätzlich zum Moosgummi, mit Kunststoff (s.Materialliste) stabilisiere, drücken sich da eigentlich keine Finger durch.

Den Mund in rot schneide ich nicht nur 2x sondern 4x aus und nähe je zwei Teile als Taschen zusammen (Öffnung lassen). Dort kann man das Material zum Verstärken (s.Materialliste) reinlegen und zusammen nähen. Dabei nähe ich die Zunge zu. Man kann diese bei meinen Puppen nicht bespielen. Mir war es wichtiger, dass der Mund gut funktioniert, weil ich die Zunge beim spielen nicht oft brauchen würde.

 

Tipps zum Einnähen der roten Rachenteile in das Gesichtteil:

Dadurch, dass die Nahtzugabe ja jeder individuell zugibt, kann es passieren, dass der Schnitt im Gesicht für den Mund, so wie er in der Vorlage bemessen ist, nicht 100%ig passt. Ich habe mir angewöhnt, den Schnitt lieber nicht ganz so lang zu machen und ggf. noch zu verlängern. Nachdem ich den Abnäher der unteren Gesichtshälfte zusammengenäht habe, lasse ich den Gesichtteil so mittig zusammengefaltet und mache den Schnitt für den Rachenraum von der Mitte aus in Richtung Mundwinkel. Dabei mache ich - wie gesagt - den Schnitt noch nicht ganz so lang, wie auf der Vorlage. Beim Einnähen der Rachenteile fange ich auch jeweils mittig an und nähe in Richtung Mundwinkel bis zu der Stelle, wo auf der Rachen-Vorlage die Trennwand angesetzt ist (welche ich aber weglasse... s.u. "häufige Fragen"). Reicht die Öffnung nicht ganz, schneide ich noch etwas nach. Lieber noch mal nachschneiden, als dass der Schnitt zu lang ist. Dann wird´s schwierig, das wieder auszubessern

 

Wie werden die Zöpfe gemacht?

Für die Zöpfe schneide ich 4 tropfenförmige Teile aus dem Langhaarplüsch aus. Die werden je zwei aufeinandergelegt, so dass die Haare innen sind und seitlich zugenäht. Oben und unten am Tropfen eine Öffnung lassen: unten eine etwas größere, damit der Zopf gewendet werden kann und oben eine kleinere Öffnung lassen, damit man evtl. noch etwas Füllwatte reinstopfen kann. Dann steht der Zopf besser ab. Dann werden Schlitze in die Perücke gemacht, dort, wo der Zopf nachher sein soll und von hinten die Schlitze (mit Zopf drin) wieder zugenäht.

 

Wie wird der Einfasstunnel angenäht und wie sieht dieser aus, wenn die Puppe fertig ist?

Hier sieht man ganz gut, wie der Einfasstunnel angenäht ist:

Einfasstunnel von der Seite

Einfasstunnel von oben 

Man braucht den Einfasstunnel doppelt: einer wird unten mit der Rundung an die Lippe genäht (da wo die Nahtzugabe ist) und einer oben. Mit den geraden Seiten (hier im Bild die obere und untere Gerade) werden beide Tunnelteile aneinander genäht. Die gerade Kante, die im Bild ganz rechts zu sehen ist (die senkrechte) bleibt offen für die Hand. Schaut dann so aus, wenns fertig ist:

 Einfasstunnel der fertigen Puppe

Hier sieht man auch ganz gut die Öffnung des Arms. Die hintere Naht des Pullis wurde aufgetrennt so daß ein Schlitz entsteht. Diese Öffnung habe ich rundum vernäht.

 

 

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